Die Geschichte des Château de Roquefort

Zu griechisch-keltischer Zeit war Roquefort ein befestigter Posten im Hinterland für die Häfen Marseille und Cassis. Von hier aus wurden die Städte und Schiffe mit Nahrung, Wein und Olivenöl versorgt. Später wurde diese Festung von den Römern übernommen und vergrössert. Der damalige Namen war „ROCCA FORTIS“.

Im Mittelalter gehörten die Ländereien von Roquefort zu der „Baronnie von Aubagne“, die wiederum im Besitztum der „Princes des Baux de Provence“ stand. Der immense Reichtum dieses Hauses, welches 1425 ohne Erben verlosch, wurde damals von der Krone der Provence übernommen. Durch einen Tauschvertrag zwischen König René und den Bischöfen von Marseille kam Roquefort und die „Baronnie von Aubagne“ in kirchlichen Besitz.

1568 übertrug der Bischof Pierre de Ragenau das Land von Roquefort an Pierre de Bausset, dessen Nachkommen bis 1812 dieses Erbe weiterführten.

Seitdem gehört Roquefort der Familie de Villeneuve Flayosc, welche hauptsächlich im Zentrum des „Var“ ansässig war.

Die Geschichte von Roquefort erzählt uns auch vom damaligen Wirtschaftsleben. Wenn auch heute Waldbau, Seidenraupenzüchtung, Schafzucht, Ochsengespanne, Kalköfen  und Lavendelessenz nur noch der Erinnerung angehören – ist der Weinbau die hauptsächliche Bestimmung dieses Anwesens geblieben.

Ein 1811 ausgestelltes Inventar spricht von vielzähligen Weinbergen und einem 31m langen Kellergewölbe (1734 erbaut) mit 46 grossen Fässern und einer Lagerkapazität von insgesamt 1398 hl und 76 Liter ...

1995 haben wir diesen Jahrhunderte-alten Keller vollkommen restauriert und technisch neu ausgerüstet.

Die Geschichte geht weiter ...

Weinberg und Reben

Unsere 25 ha Rebgärten werden mit besonderer Sorgfalt gepflegt. Der einzigartige und originelle Charakter dieses „Terroir“, die Qualität der Trauben und die Ausdruckskraft der Weine sind unsere wichtigsten Voraussetzungen.

Wir bebauen ausschliesslich die traditionellen Rebsorten der Provence : Grenache Noir, Syrah, Cinsault, Mourvèdre, Carginan, Clairette, Rolle und Ugni.

Ein Drittel der Rebstöcke sind über 40 Jahre, ein weiteres Drittel zwischen 15 und 40 Jahren alt und der Rest wurde während der vergangenen 15 Jahre angepflanzt. Der durchschnittliche Ertrag liegt, je nach Parzelle, bei 25 bis maximal 50 Hl. pro ha.

Die Rebfläche befindet sich auf einer Hochlage von 350 bis 400 m und ist von beeindruckenden weissen Kalkfelsen umgeben. Unsere Landschaft wird von dem Bergzug der Sainte-Baume geprägt, dessen Gipfel 1042m über uns hinausragt  und langsam in verschiedenen Terrassen bis zum Mittelmeer abfällt.

Das nahe Meer und die hohe, geschützte Lage bilden ein überaus günstiges „Micro-Klima“. Wenn auch tagsüber im Sommer grosse Hitze herrschen kann, bleiben die Nächte frisch und so zieht sich die Reifung der Trauben lange in den Spätsommer hinein. Meist ernten wir erst ab Anfang Oktober.

In unserem Weinberg wird seit jeher das Gleichgewicht der Natur gewahrt. Deswegen arbeiten wir grundsätzlich ohne Einsatz von chemischen Mitteln.